Dienstag, 25. März 2014

Montagsfrage #3


Gestern hat Nina eine wichtige und gute Frage auf ihrem Blog Libromanie gestellt:

Warum schreibst du Rezensionen?

Angefangen habe ich damit vor einigen Jahren, als ich durch Friedl auf die Seite von vorablesen gebracht wurde. Dort kann man Bücher gewinnen, muss dann diese aber rezensieren, um die Chance auf weitere Bücher zu haben. Die Rezensionen habe ich dann in der ersten Zeit nur bei Vorablesen und bei Amazon veröffentlicht.
Seit Dezember 2013 bin ich nun unter die Blogger gegangen. Im Moment schreibe ich Rezensionen hauptsächlich, um mich selbst an meine eigene Meinung über die gelesenen Bücher zu erinnern und natürlich, um auch Empfehlungen an Leser mit einem ähnlichen Lesegeschmack zu geben.

Die Inhaltsangaben halte ich meist extrem kurz, oft ist der Klappentext auch schon aussagekräftig genug. Ich schreibe dann meist eine kurze Bewertung über den Plot, die Charaktere und den Schreibstil, wobei ich da sowohl positive als auch negative Dinge hervorhebe. Am Schluss gibt es immer noch ein Fazit mit einer Leseempfehlung für bestimmte Zielgruppen.

Was mich überrascht ist, wie wenig die Rezensionen  von anderen Bloggern gelesen werden, meistens sind es doch eher die anderen Beiträge, die Klicks bekommen- ein Phänomen, das auch andere Blogger beschreiben. Aber da ich meine Rezensionen auch auf anderen Plattformen veröffentliche,  wo die Bücher dann auch tatsächlich gekauft werden, finde ich das nicht so wild. Ich selbst lese gern Rezensionen, allerdings oft auch erst nach dem Lesen des entsprechenden Buches, um zu sehen, was andere Leser/Blogger von den Büchern gehalten haben und falls die Meinungen sehr von meiner abweicht, interessieren mich einfach die Gründe dafür!

Ich finde es im Moment in der Bloggerszene sehr schade, dass fast immer die gleichen Bücher besprochen werden - an sich ist das ja sehr spannend: viele verschiedene Meinungen zu einem Buch. Das Problem für mich ist, dass überwiegend Jugendbücher für Mädchen gelesen werden. Diese gefallen mir meistens vom Schreibstil und vor allem vom Inhalt her nicht so besonders. Dabei sind die Grundideen von vielen Büchern echt gut, aber der überwiegende Teil hat eine recht langweilige, weil immer gleiche, Protagonistin und 2 ach-so-tolle Jungs, zwischen denen sie sich entscheiden muss, wodurch die eigentliche Handlung, bzw. das eigentliche Problem (z.B. eine neue Gesellschaft, ein Krieg, verschwundene Familienmitglieder ...) total in den Hintergrund gerät. Deshalb lese ich deutlich weniger Rezensionen als ich eigentlich möchte! ;)

Die Bewertungen durch Sterne, Herzen, bei mir Pingus oder was auch immer finde ich gut und werde die auch so belassen. Ich schaue aber eben nicht nur darauf, sondern mich interessieren vor allem die Gründe für Punktabzüge oder eben volle Punkte. Eine gut begründete eigene Meinung ist für mich immer noch die beste Rezension und für mich eine gute Grundlage zur Reflektion meiner Meinung über das Gelesene!

Viele Grüße,

Claudi

1 Kommentar:

  1. Rezensionen werden bei mir meist auch weniger angeklickt, was schade ist, weil man manchmal viel Herzblut reinsteckt, aber ist halt so. Denn klar finde ich Artikel oder Kolumnen spannender als die x-te Rezension zu Zeitsplitter etc.

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